Die monatlichen Fixkosten sind bei vielen Schweizerinnen und Schweizerinnen der grösste Teil der Ausgaben. Neben den Kosten für Wohnen und Transport zählen dazu auch Versicherungen, Telekommunikation und viele weitere Bereiche. Die Aufteilung auf verschiedene kleine Posten führt allerdings zu einer gewissen Unübersichtlichkeit: Viele wissen gar nicht, wieviel genau sie eigentlich für ihre Fixkosten zahlen, und oftmals zahlen sie auch für Sachen, die gar nicht oder nicht mehr gebraucht werden.
Wir haben ein paar Tipps für Sie, wie Sie den Überblick über Ihre Fixkosten behalten, wie hoch diese höchstens sein sollten und wie Sie die Kosten sogar optimieren können.
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Das zählt zu den monatlichen Fixkosten
Zu den Fixkosten zählt im Prinzip alles, was Sie regelmässig bezahlen. Ein Unterschied besteht vor allem zu den Lebenshaltungskosten: Während diese auch variable Kosten einschliessen, die sich immer wieder ändern, handelt es sich bei den Fixkosten um feste Beträge. Zu den Fixkosten zählt man deshalb vor allem die folgenden Posten:
- Wohnkosten und Wohnnebenkosten: Miete, Hausgeld, Hypotheken, aber auch Strom, Wasser etc.
- Versicherungen: Krankenversicherung, Haftpflichtversicherung und andere Tarife
- Mobilität: Kosten für Monatstickets, Autoversicherung oder Steuern
- Altersvorsorge: Über Sparpläne bei Banken oder Lebensversicherungen
- Kommunikation: Internet, Telefon und Mobilfunk
- Abos: Für Streaming, Zeitschriften oder Online-Plattformen, auch für Fitness etc.
- Unterhalt: Zahlungen an Eltern, (Ex-)Partner oder Kinder
Nicht alle dieser Posten werden monatlich bezahlt, einige werden nur alle drei Monate oder sogar nur einmal im Jahr fällig. Zur Ermittlung Ihrer tatsächlichen Fixkosten sollten Sie auch diese Werte einschliessen und den jährlichen Betrag auf die Monate verteilen.
Durchschnittswerte für alleinstehende Personen
Natürlich sind die tatsächlichen Fixkosten einer Person individuell und von verschiedenen Faktoren abhängig: Wer in einem Ballungsraum lebt, muss mehr für die Wohnkosten aufbringen, im ländlichen Raum fallen dafür höhere Transportkosten an. Dementsprechend sind die folgenden Werte lediglich als Richtwerte zu verstehen und müssen immer an die tatsächlichen Lebensumstände angepasst werden.
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Die 50-30-20-Regel
Eine häufig zitierte und tatsächlich sinnvolle Variante zur Aufteilung ist die 50-30-20-Regel. Diese besagt, dass man sein Einkommen auf drei Säule aufteilen sollte: 50% bezahlen die Fixkosten, weitere 30% sind für die variablen Kosten und Freizeitaktivitäten reserviert, 20% sollten gespart werden. Auf diese Weise stellt man sicher, dass immer ein Notgroschen vorhanden ist und alle wichtigen Ausgaben gedeckt sind.
Die Fixkosten wiederum sollten sich aufteilen in etwa 30% Wohnkosten und 20% für andere fixe Kosten – die letztendliche Aufteilung ist natürlich stark davon abhängig, wo und wie Sie wohnen.
Die 50-30-20-Regel ist allein kein Garant für ein gutes Auskommen. Überschreiten Sie diese Richtwerte aber dauerhaft zu sehr, kann das durchaus eine finanzielle Schieflage zur Folge haben. Wichtig ist auch, Ihre Ausgaben entsprechend anzupassen, sollte es in einem Bereich kostspielig werden: Müssen Sie überdurchschnittlich viel für die Miete ausgeben, sollten Sie Ihre weiteren Fixkosten oder Ihre variablen Kosten so optimieren, dass dies wieder ausgeglichen wird.
Unsere Tipps zur Optimierung
Um Ihre finanzielle Lage stabil zu halten und Ihre Ausgaben im Griff zu haben, gibt es einige Tipps, die Sie befolgen können - wer geschickt vorgeht, kann seine Ausgaben sogar reduzieren und hat in Zukunft mehr Geld zur Verfügung.
1. Überblick behalten
Der wichtigste Tipp ist wohl, den Überblick nicht zu verlieren. Führen Sie Buch über Ihre Einnahmen und Ausgaben – mittlerweile gibt es viele hilfreiche Apps und Programme, die mit wenig Aufwand bedient werden können. Teilen Sie Ihre Ausgaben entsprechend der 50-30-20-Regel auf und halten Sie sich auf dem Laufenden. So erkennen Sie schnell, wenn ein Bereich plötzlich mehr kostet und Sie an anderer Stelle etwas einsparen müssen.
2. Verträge regelmässig aktualisieren (und bei Bedarf kündigen oder wechseln)
Egal, ob Versicherungen, Stromverträge oder der Internetvertrag: Wer regelmässig vergleicht und wechselt, kann hier eine Menge Geld sparen. Prüfen Sie deshalb in regelmässigen Abständen, ob Sie einen vorhandenen Vertrag bei einem anderen Anbieter günstiger erhalten würden, und wechseln Sie den Vertrag, wenn Sie dadurch sparen können. Prüfen Sie ausserdem, ob Sie noch alle Verträge benötigen, die Sie aktuell besitzen. Oft kommt es vor, dass bestimmte Verträge noch jahrelang weiterlaufen, ohne dass sie genutzt werden.
3. Doppelte Leistungen vermeiden
So manche Leistung einer Versicherung oder eines Vereins können Sie bei einem Schaden doppelt und dreifach erhalten: Nämlich dann, wenn die gleiche Leistung in mehreren Verträgen enthalten ist. Das ist zum Beispiel bei Autoversicherungen häufig der Fall: Die Pannenhilfe ist im Vertrag der Vollkaskoversicherung enthalten, aber auch eine Leistung Ihres Automobilclubs. Auch Transport- und Rettungskosten sind häufiger durch mehrere Verträge oder Mitgliedschaften gleichzeitig gedeckt.
Überprüfen Sie also all Ihre Verträge auf mögliche Doppeldeckungen und kündigen Sie den Vertrag mit den jeweils schlechteren Konditionen – im Schadensfall können Sie sowieso nicht beide gleichzeitig in Anspruch nehmen.
4. Sparmöglichkeiten nutzen
Nutzen Sie, soweit es diese gibt, Rabatte und andere Sparmöglichkeiten: Bei Versicherungen und anderen länger laufenden Verträgen haben Sie diese Möglichkeiten oft: Viele Anbieter vergünstigen Ihre Beiträge, wenn Sie jährlich oder halbjährlich im Voraus bezahlt werden. Auch länger laufende Verträge können sich lohnen: Ein Zwei-Jahres-Vertrag im Fitnessstudio ist in der Regel günstiger als ein Ein-Jahres-Vertrag.
Auch als Familie haben Sie viele Sparmöglichkeiten: Viele Versicherungen versichern Ihre Kinder günstiger, wenn auch die Eltern dort versichert sind. In der Zahnversicherung kann ein gemeinsames Leistungskonto dafür sorgen, dass alle Kosten übernommen werden, auch wenn die Rechnung eines Familienmitglieds mal besonders hoch ausfällt.
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- Als Fixkosten bezeichnet man alle festen Beträge, die in einem bestimmten zeitlichen Rhythmus fällig werden
- Zu den Fixkosten zählen in erster Linie Wohnkosten sowie die Kosten für Versicherungen und andere Verträge
- Die 50-30-20-Regel besagt, dass höchstens die Hälfte der Einnahmen für die Fixkosten ausgegeben werden sollte
- Wer zu hohe Fixkosten hat, muss in einem anderen Bereich sparen
- Regelmässige Vergleiche und das Nutzen von Rabattmöglichkeiten können helfen, die Fixkosten zu senken
Unser Fazit
Die monatlichen Fixkosten sind für viele Schweizerinnen und Schweizer eine nennenswerte Belastung. Umso wichtiger ist es, diese im Blick zu behalten, regelmässig zu optimieren und nach Möglichkeit zu senken.
Wer dauerhaft mehr als die Hälfte seiner Einnahmen für Fixkosten ausgeben muss, kann sich nur wenig leisten oder nicht gut für das Alter vorsorgen. Behalten Sie Ihre Ausgaben deshalb im Blick, folgen Sie der 50-30-20-Regel und reagieren Sie frühzeitig, wenn die Ausgaben aus dem Gleichgewicht geraten. So können Sie schnell gegensteuern und dafür sorgen, dass Sie weiterhin gut vorsorgen und Ihre Zukunft finanziell gestalten können.
Weitere Links und Quellen zu diesem Beitrag
- www.beobachter.ch – Bei diesen Fixkosten können Sie sparen
- www.budgetberatung.ch – Budgetbeispiele und Richtwerte
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