Lohnabzüge in der Schweiz: Welcher Nettolohn bleibt am Monatsende übrig?

Jetzt Kranken­kassen­prämien ver­gleichen
Unabhängiger Vergleich
Von Experten kuratiert
100% kostenfrei

Die Schweiz ist ein attraktives Einwandererland – nicht zuletzt aufgrund der hier gezahlten Löhne, die europaweit die höchsten sind. Dazu kommt die vergleichsweise geringe Abgabenlast: Auch hier liegen die Schweizerinnen und Schweizer weit vorne (bzw. hinten) in der Statistik und können mit relativ viel Netto vom Brutto rechnen. Wieviel genau Sie abgeben müssen, ist allerdings unterschiedlich. Abhängig davon, wo Sie Wohnen, wie alt Sie sind und wieviel Sie verdienen, können die Abgaben schwanken.

Wieviel genau Sie abgeben müssen und wofür Ihre Lohnabzüge genutzt werden, haben wir für Sie zusammengefasst.

Mehr als tausend Franken im Jahr sparen - dank der passenden Grundversicherung!

Was ist Ihnen bei Ihrer Versicherung besonders wichtig?

Bitte Vorname eingeben.
Bitte Nachname eingeben.
Bitte gültige Telefonnummer eingeben.
Bitte gültige Email Adresse eingeben.
Bitte Strasse Nr. eingeben.
Bitte Postleitzahl eingeben.
Bitte Wohnort eingeben.
Bitte Geburtsdatum im Format TT.MM.JJJJ (z.B. 01.06.1975) eingeben.
Bitte aktuelle Krankenkasse wählen.
Bitte Personen im Haushalt wählen.
Bitte Nachricht eingeben.
Bitte Datenschutz- und Nutzungsbedingungen bestätigen.
Die Übermittlung dieses Formulars ist mit SSL verschlüsselt.

Obligatorische Lohnabzüge

Nicht alles, was von Ihrem Lohn abgezogen wird, ist für Sie verpflichtend. Der grössere Teil allerdings ist obligatorisch und sorgt für Ihre soziale Absicherung, zum Beispiel Beiträge an die Altersvorsorge oder die Invalidenversicherung.

AHV

Jede berufstätige Person über 17 Jahren muss Beiträge an die Alters- und Hinterlassenenversicherung zahlen, genauso wie an die Invalidenversicherung und die Erwerbsersatzordnung. Erst mit dem Eintritt in die Rente endet diese Verpflichtung. Die Beiträge an die AHV dienen dazu, Ihnen im Alter ein Basis-Einkommen zu sichern. Ebenfalls abgesichert sind damit Ihre Angehörigen: Stösst Ihnen im Laufe der versicherten Zeit etwas zu, haben Ihre Hinterbliebenen Anspruch auf die Auszahlung einer Witwen- bzw. Waisenrente.

Insgesamt müssen Sie für die AHV aktuell 8,7% Ihres Lohns abgeben, wobei die Hälfte von Ihrem Arbeitgeber übernommen wird. Effektiv werden Ihnen also 4,35% für die AHV abgezogen.

IV und EO

Die Invalidenversicherung schützt Sie finanziell im Fall einer Invalidität. Mit der Zahlung einer Invalidenrente können Sie Ihren Lebensunterhalt bestreiten, wenn Sie ganz oder teilweise erwerbsunfähig werden.

Zahlungen an die EO sorgen dafür, dass Sie einen Teil Ihres Lohns erhalten, wenn Sie Militär- oder Sozialdienst verrichten und deshalb Ihre eigentliche Tätigkeit unterbrechen müssen.

Für die IV werden insgesamt 1,4% fällig, für die EO 0,5% des Lohns. Auch hier wird die Hälfte des Beitrags vom Arbeitgeber übernommen.

Finden Sie jetzt die günstigste Kranken­versicherung

ALV

Mit der obligatorischen Arbeitslosenversicherung sichern Sie sich für verschiedene Formen der Arbeitslosigkeit ab. Sie erhalten finanzielle Unterstützung bei Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit, aber auch, wenn Ihr Arbeitgeber insolvent wird oder Ihre Arbeit aufgrund des Wetters nicht ausgeführt werden kann.

Die Pflicht zur Zahlung von Beiträgen an die ALV besteht, sobald Sie mehr als 2300 Franken im Jahr verdienen. Sie müssen 2,3% Ihres Lohns an die ALV zahlen, wobei die Hälfte von Ihrem Arbeitgeber übernommen wird.

BVG: Berufliche Altersvorsorge

Den grössten Teil der Abzüge bilden die Zahlungen an die Pensionskasse. Damit bilden Sie im Laufe Ihrer Berufstätigkeit ein Guthaben, das im Alter für Ihre Rente dient.

An die Pensionskasse müssen Sie Beiträge bezahlen, sobald Sie mindestens 22 680 Franken im Jahr verdienen. Wieviel genau Sie einzahlen müssen, ist vor allem von Ihrem Alter abhängig:

...ihres Lohns an die Pensionskasse. Unter 25Jährige müssen noch keine Beiträge an die Pensionskasse zahlen.

Die gesamten Abzüge sind etwas höher, da neben der Bildung von Guthaben ein weiterer Teil für Risiko- und Kostenbeiträge verwendet wird. Bei beiden Teilen übernimmt der Arbeitgeber mindestens die Hälfte der Beträge.

Am Ende der Laufzeit können Sie dann selbst entscheiden, wie Sie Ihr Guthaben erhalten möchten: Möglich ist eine Auszahlung als lebenslange Rente, eine Auszahlung des gesamten Kapitals oder eine Mischung aus beiden.

Tipp
Private Alters­vorsorge als Ergänzung

Die Altersvorsorge über AHV und BVG bildet zwar eine gute Basis für das Alter, reicht allein aber nur in wenigen Fällen. Eine gute Ergänzung ist eine private Vorsorge über Säule 3a oder 3b: Hier gibt es viele, zum Teil steuerbegünstigte Produkte, mit denen Sie Ihre Altersrente erheblich verbessern können.

UVG: Unfall­versicherung über den Arbeit­geber

Neben der Absicherung fürs Alter ist auch eine gute Unfallversicherung wichtig, wenn Sie in der Schweiz arbeiten. Die Unfallversicherung hat zwei Teile:

Berufsunfälle (BUV)

Dieser Teil sichert Sie bei Berufsunfällen ab, übernimmt die Kosten von Behandlungen und zahlt Taggelder aus. Alle Angestellten müssen über einen solchen Schutz verfügen.

Nicht-Berufsunfälle (NBUV)

Für Unfälle in Ihrer Freizeit sind Sie ebenfalls über Ihren Arbeitgeber versichert – aber nur, wenn Sie mehr als acht Stunden in der Woche für denselben Arbeitgeber arbeiten. Dieser Beitrag wird Ihnen direkt vom Lohn abgezogen.

Sind Sie weniger als acht Stunden pro Woche für Ihren Arbeitgeber tätig, sind Sie über die Grundversicherung für Freizeitunfälle versichert. Allerdings ist dieser Schutz weniger umfangreich als der Schutz der UVG – eine private Unfallversicherung kann in diesem Fall eine sinnvolle Ergänzung sein.

Achtung
Keine Beteiligung an der Kranken­versicherung

Krankenversichert zu sein ist auch in der Schweiz obligatorisch. Die Beiträge dafür müssen Sie allerdings allein tragen und sie werden nicht direkt vom Lohn abgezogen. Berücksichtigen Sie dies unbedingt, wenn Sie mögliche Abzüge ermitteln. Im Durchschnitt wurden 2025 pro Monat 378,70 Franken für die Prämie an die Grundversicherung fällig.

Weitere mög­liche Abzüge

Neben den obligatorischen Abzügen kann es sein, dass Ihr Arbeitgeber Ihnen zusätzliche Möglichkeiten der Absicherung bietet. Das kann dazu führen, dass Sie dazu ebenfalls etwas beitragen müssen und so effektiv etwas höhere Abzüge haben.

Krankentagegeldversicherung

Die Krankentagegeldversicherung ist freiwillig, wird aber von sehr vielen Schweizer Arbeitgebern genutzt. Diese Versicherung ist für den Lohnausfall bei Krankheit zuständig - Sind Sie temporär nicht arbeitsfähig, erhalten Sie weiterhin Ihren Lohn von der Versicherung, während Ihr Arbeitgeber diesen dazu nutzen kann, eine Vertretung zu finanzieren. Die Prämie für die Tagegeldversicherung wird zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber hälftig aufgeteilt.

Überobligatorium

Verdienen Sie mehr als 88 200 Franken im Jahr, müssen Sie über diese Grenze hinaus keine Beiträge an die BVG entrichten. Ihr Arbeitgeber kann Ihnen dies aber ermöglichen: Im sogenannten Überobligatorium können auch freiwillige Lohnbestandteile in der Pensionskasse versichert werden, sodass Ihr Altersguthaben wächst. Auch andere zusätzliche Leistungen, zum Beispiel bei Krankheit oder Unfall, können Teil des Überobligatoriums sein.

Finden Sie jetzt die günstigste Kranken­versicherung

  • Der Unterschied zwischen Bruttolohn und Nettolohn ist in der Schweiz geringer als in anderen Ländern
  • Im Durchschnitt werden vom Bruttolohn 10-20% abgezogen
  • Den grössten Anteil daran hat die berufliche Altersvorsorge
  • Freiwillige Beiträge, zum Beispiel an die Krankentagegeldversicherung, können die Abzüge erhöhen
  • Wer umfassend vorsorgen möchte, ergänzt die berufliche Vorsorge um private Vorsorge in Säule 3a oder 3b

Unser Fazit

Die Schweiz hat nicht nur hohe Löhne, sondern auch vergleichsweise niedrige Abzüge aufzuweisen – dementsprechend attraktiv ist ein Umzug in die Schweiz für viele. Nicht vergessen sollten Sie allerdings, dass auch die Lebenshaltungskosten in der Schweiz deutlich über dem europäischen Niveau liegen – nicht nur für Mieten, auch für Lebensmittel oder die Gesundheitsversorgung müssen. Rechnen Sie alles gut durch und vergleichen Sie nicht nur die Einnahmen, sondern auch die möglichen Ausgaben miteinander.

Nutzern Sie ausserdem unsere Angebote, um die besten Versicherungen für Ihre Wünsche zu finden und Ihren Start in der Schweiz optimal abzusichern!

Weitere Links und Quellen zu diesem Beitrag

Jetzt Kranken­kassen­prämien ver­gleichen
Unabhängiger Vergleich
Von Experten kuratiert
100% kostenfrei

Ähnliche Beiträge aus unserem Rat­geber