Kurz zusammengefasst
- Das Vergleichsportal Comparis geht davon aus, dass die mittlere Prämie 2027 um 3,7% steigt
- Der Anstieg wäre damit geringer als in den Vorjahren
- Gründe dafür sind vor allem die erweiterten Leistungen der Grundversicherungen
- Wie hoch der Anstieg tatsächlich ausfällt, verkündet das BAG Ende September
- Versicherte können mit einem Wechsel von Tarifmodell und Anbieter und der Nutzung von Rabattmöglichkeiten reagieren, um die eigene Prämie so niedrig wie möglich zu halten
Auch im Jahr 2027 bleiben Versicherte in der Schweiz nicht von einer Prämienerhöhung verschont. Eine Prognose des Vergleichsdienstes Comparis, die vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde, kommt zu diesem Ergebnis. Worauf diese Prognosen beruhen und was Sie selbst unternehmen können, um nicht jedes Jahr mehr für die Grundversicherung zu bezahlen, erfahren Sie von uns.
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Durchschnittlicher Anstieg: Geringere Erhöhung als in den Vorjahren
Im Vergleich zu den vergangenen Jahren soll es 2027 zumindest nicht zu einem “Prämienschock” kommen. Durchschnittlich ist mit einem Anstieg von 3,7% zu rechnen: Die mittlere Prämie läge damit bei 407,85 Franken monatlich.
Der Trend nach oben ist also abgemildert, beendet ist er damit aber sicherlich nicht – eine Senkung der Prämien scheint so auch in den kommenden Jahren unwahrscheinlich.
Allerdings handelt es sich hierbei nur um eine erste Prognose, auch wenn diese auf vorliegenden Daten beruht. Wie die mittlere Prämie 2027 tatsächlich ausfällt, wird Ende September vom BAG verkündet.
Steigende Prämien: Folge des erweiterten Leistungskatalogs
Laut Experten ist der erneute Prämienanstieg nicht vorrangig auf steigende Gesundheitskosten zurückzuführen. Vielmehr seien es die erweiterten Leistungen der Grundversicherung, die zu höheren Ausgaben der Krankenkassen führen. Zu nennen sind dabei die erweiterte Kostenübernahme von psychologischer Psychotherapie, die Übernahme von Medikamenten zum Abnehmen sowie die Entschädigung pflegender Angehöriger, die 2019 vom Bundesrat beschlossen wurde.
Nach Angaben des BAG sind ausserdem bei allen Leistungsarten zuletzt Kostenanstiege zu verzeichnen. Den höchsten Anstieg findet man bei den Kosten für Spitex-Organisationen: Pro versicherte Person stiegen die Kosten auf 173 Franken jährlich, das bedeutet einen Anstieg von 13%. Auch die Kosten für Psychotherapie sind deutlich angestiegen und betragen mit 86 Franken pro Person nun knapp 10% mehr als davor.
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So können Sie auf steigende Prämien reagieren
Auch wenn der Anstieg 2027 moderater ausfallen soll als in den Jahren zuvor, kann er eine deutliche finanzielle Zusatzbelastung darstellen. Möglicherweise sind Sie 2027 auch von einer überdurchschnittlich hohen Steigerung betroffen, denn die mittlere Prämie ist immer nur eine Durchschnittsangabe. Befolgen Sie unsere Tipps, können Sie der Prämienerhöhung etwas entgegensetzen.
Anpassung von Tarifmodell und Franchise
Wer im Standardmodell versichert ist, zahlt mehr als in den anderen Tarifmodellen. Gleiches gilt für die Standard-Franchise von 300 Franken. Können Sie sich vorstellen, auf die freie Arztwahl zu verzichten, kann ein Wechsel in ein anderes Tarifmodell Ihnen viel Geld sparen. Gleiches gilt für die Franchise: Sind Sie selten krank und gehen nicht häufig zum Arzt, kann die Wahl einer hohen Franchise-Stufe Ihnen bares Geld sparen: Pro Monat können Sie hier durchaus einen dreistelligen Betrag einsparen.
Vergleich und Wechsel des Anbieters
Dadurch, dass sich die Prämien jedes Jahr ändern, ist auch jedes Jahr eine andere Versicherung die günstigste. Nutzen Sie unbedingt unseren Vergleich und prüfen Sie regelmässig, ob Ihr Anbieter noch zu den günstigen gehört. Es kann sich lohnen, häufig zu wechseln: Der Wechsel ist schnell und unkompliziert möglich und wir unterstützen Sie bei der Kündigung und bei der Wahl eines neuen Anbieters.
Generika statt Original-Medikamente
Gibt es von einem Medikament ein Generikum, “bestraft” die Grundversicherung es, wenn Sie sich dennoch für das Original entscheiden. Statt 10% können in einem solchen Fall bis zu 40% Zuzahlung fällig werden. Fragen Sie bei verordneten Medikamenten unbedingt in der Apotheke nach, wie hoch Ihre Zuzahlung ausfällt, und entscheiden Sie sich im Zweifel lieber für das Generikum. Durch strenge Kontrollen haben Sie bei Generika nichts zu befürchten, diese sind sowohl in der Wirkung als auch bei der Qualität mit dem Original identisch.
Rabatte und Sparmöglichkeiten
Die meisten Grundversicherungen bieten Möglichkeiten, Geld zu sparen. Ist zum Beispiel die ganze Familie beim selben Anbieter versichert, bekommt der Nachwuchs häufig einen Rabatt auf die Prämie. Lohnen kann sich auch der Verzicht auf die monatliche Zahlung: Überweisen Sie die Prämie halbjährlich oder jährlich im Voraus, sind Rabatte von 0,5-2% möglich.
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Unser Fazit
Steigende Prämien sind nie eine gute Nachricht – die moderate Prognose für 2027 macht dennoch ein wenig Hoffnung. So scheint sich der Anstieg zumindest auf einem Niveau zu stabilisieren, das den tatsächlichen Kostenanstieg widerspiegelt.
Zudem dürfen sich Versicherte auch über erweitere Leistungen freuen: Medikamente zum Abnehmen, die Vergütung der Angehörigenpflege und die erweiterte Kostenerstattung bei Psychotherapie stellen wichtige Leistungen dar, die Erkrankten und ihren Angehörigen helfen und die Situation und Gesundheit vieler Menschen verbessern können.
Dennoch müssen Sie eine gestiegene Prämie nicht einfach so hinnehmen: Vergleichen Sie Ihren Anbieter und Ihr Tarifmodelle regelmässig, wechseln Sie bei Bedarf und passen Sie Ihre Versicherung immer wieder an Ihr aktuelles Leben an. Nutzen Sie auch unseren Vergleich und lassen Sie sich beim Wechsel unterstützen: So geht alles schnell und unkompliziert über die Bühne und Sie sind sicher, immer optimal versichert zu sein!
Weitere Links und Quellen zu diesem Beitrag
- www.srf.ch – Anstieg der Krankenkassenprämien flacht ab
- www.comparis.ch – «Krankenkassenprämien steigen 2027 um 3,7 Prozent»
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