Wohnung mieten in der Schweiz: Was Sie als Deutsche oder Deutscher beachten sollten

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Kurz zusammengefasst

  • Mietwohnungen sind in der Schweiz häufig, besonders in Städten
  • Die Mietpreise in der Schweiz sind etwas höher als in Deutschland
  • Für die Anmietung einer Wohnung benötigen Deutsche eine Aufenthaltsbewilligung und Nachweise über ein ausreichendes Einkommen
  • Spätestens 14 Tage nach dem Umzug müssen Sie sich offiziell am neuen Wohnort anmelden
  • Auch die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sind deutlich höher, bedenken Sie dies bei der Berechnung Ihrer finanziellen Möglichkeiten

In der Schweiz sind viele Nationalitäten wohnhaft: Besonders unsere Nachbarn aus Deutschland zieht es häufig über die Grenze. Dafür gibt es viele Gründe wie etwa ein gutes Lohnniveau und niedrige Abgaben.

Wer sich regelmässig in der Schweiz aufhalten und dafür nicht jedes Mal ein Hotelzimmer mieten möchte, braucht dafür aber auch Wohnraum. Besonders flexibel zu bekommen ist dieser in Form einer Mietwohnung oder eines Hauses zur Miete. Doch wenn Sie als Deutsche oder Deutscher in der Schweiz eine Wohnung mieten möchten, müssen Sie dafür bestimmte Bedingungen erfüllen. Welche Voraussetzungen es gibt und wie Sie eine geeignete Wohnung finden, haben wir für Sie untersucht.

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Der Wohnungsmarkt in der Schweiz: Höhere Preise, aber bessere Ausstattung

Der Wohnungsmarkt der Schweiz ist in seinen Grundzügen mit dem deutschen Wohnungsmarkt vergleichbar. Zur Verfügung stehen Objekte zur Miete ebenso wie zum Kauf: Im ländlichen Raum gibt es oft mehr Kaufimmobilien, in städtischen Gebieten überwiegen Mietangebote. Die Preise für Mietwohnungen und -häuser sind meist höher als in Deutschland, wobei die Unterschiede in den letzten Jahrzehnten deutlich grösser waren – hier zeigt sich die ungünstige Entwicklung des Mietmarktes in Deutschland.

In einigen Metropolen wie München oder Frankfurt sind die Mietpreise inzwischen mit den Mietpreisen in der Schweiz vergleichbar. Im Verhältnis zu den Löhnen zeit sich hier sogar Überraschendes: Auch wenn die Mietpreise in der Schweiz hoch sind, bleibt den meisten Schweizerinnen und Schweizern am Ende mehr Geld übrig: Der Anteil des Lohns, der für die Miete aufgebracht werden muss, ist in der Schweiz nämlich geringer als in Deutschland. Für die höheren Mieten bekommen Sie zudem auch mehr: Schweizer Mietwohnungen sind in der Regel auf dem neusten Stand und sehr gut ausgestattet, eine Einbauküche gehört hier zum Beispiel zum Standard und auch andere Grossgeräte wie Waschmaschinen oder Trockner gehören häufig zur Ausstattung der Wohnung.

Auch sonst bewegen sich Deutsche auf dem Schweizer Wohnungsmarkt im vertrauten Umfeld: Bei Anmietung wird eine Kaution fällig, die meisten Vermieter verlangen den Nachweis einer privaten Haftpflichtversicherung. Die gesetzliche Kündigungsfrist für zu Wohnzwecken gemietete Immobilien beträgt drei Monate.

Wohnung mieten als Deutscher: Das sind die Be­dingungen

Um eine Wohnung in der Schweiz dauerhaft anzumieten, benötigen Sie eine Aufenthaltserlaubnis. Ohne diese Erlaubnis können Sie sich maximal drei Monate in der Schweiz aufhalten – auch eine Mietwohnung könnten Sie nur für diesen Zeitraum legal bekommen. Ausserdem müssen Sie Ihr Einkommen nachweisen können.

Alle anderen Voraussetzungen sind abhängig von den Wünschen des Vermieters und ähneln meist den deutschen Bedingungen: Bevorzugt werden ruhige, solvente Mieter, die keine allzu lauten Hobbies haben oder zu viele Haustiere mitbringen. Achten Sie darauf, bereits bei der Besichtigung alle Unterlagen dabei zu haben, kann das Ihre Chancen auf eine Wohnung ebenfalls steigern.

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So erhalten Sie eine Aufenthaltsbewilligung

Eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz ist in den meisten Fällen mit der Aufnahme einer Arbeit verbunden. Können Sie einen Arbeitsvertrag über 3-12 Monate nachweisen, erhalten Sie eine befristete Aufenthaltsbewilligung für den Zeitraum Ihrer Arbeit (L-Bewilligung). Für Aufenthalte von 1-5 Jahren bekommen Sie eine Aufenthaltsbewilligung B, diese kann verlängert werden und bis zu zehn Jahre gelten. Bei Aufenthalten ab fünf bzw. über 10 Jahren und einer entsprechenden Arbeitsstelle können Sie eine unbefristete Niederlassungsbewilligung (C-Bewilligung) erhalten. Ein Visum benötigen Deutsche in der Schweiz nicht.

Unter bestimmten Umständen können Sie auch ohne Arbeitsvertrag eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz erhalten: Können Sie nachweisen, dass Sie über ein regelmässiges Einkommen aus einem anderen Land verfügen (zum Beispiel eine Rente) oder so vermögend sind, dass Sie sich langfristig selbst versorgen können, ist die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ebenfalls möglich.

Achtung
Anmeldung spätestens 14 Tage nach Einzug

Eine wichtige Voraussetzung für den erfolgreichen Start in der Schweiz ist die Anmeldung am neuen Wohnort. Dafür haben Sie nach dem Umzug nur relativ kurz Zeit: Spätestens 14 Tage nach dem Einzug müssen Sie sich in Ihrer neuen Gemeinde anmelden.

Lebenshaltungskosten in der Schweiz

Viele Deutsche machen zu Beginn den Fehler, ihren neuen Schweizer Lohn zu hoch einzuschätzen und zu viel davon auszugeben. Dabei gibt es neben den höheren Mieten in der Schweiz noch weitere Bereiche, in denen die Kosten deutlich höher sind als in Deutschland. So müssen Sie zum Beispiel Ihre Krankenversicherung in der Schweiz allein tragen –die durchschnittliche Prämie liegt aktuell bei 393,30 Franken pro Monat. Auch Lebensmittel und Freizeitaktivitäten sind in der Schweiz deutlich kostspieliger als in Deutschland. Nicht zuletzt können auch die Steuern überraschen: Anders als in Deutschland werden diese erst mit der Steuererklärung ermittelt und dann auch fällig. Ein Teil Ihres Lohns ist also eigentlich ein Brutto, das Sie zur Seite legen und zum Ende des Jahres ans Finanzamt abführen müssen.

Dies sollten Sie unbedingt bedenken, wenn Sie eine Wohnung anmieten und berechnen möchten, wie viel Sie dafür ausgeben können. Überschätzen Sie Ihre Kaufkraft nicht und belasten Sie sich nicht mit einer Miete, die am Ende zu einer finanziellen Belastung werden könnte.

Unser Fazit

Eine Wohnung in der Schweiz zu finden, sollte für die meisten Deutschen gut möglich sein – vorausgesetzt, Sie haben eine Aufenthaltsbewilligung und verfügen über ein ausreichendes Einkommen. Bei der Suche müssen Sie sich auf vergleichsweise höhere Preise einstellen, ansonsten aber ist der Wohnungsmarkt der Schweiz mit dem in Deutschland vergleichbar.

Am wichtigsten ist dabei, die eigene finanzielle Lage nicht zu überschätzen - warten Sie lieber das erste Jahr ab und mieten Sie im Zweifel die günstigere Immobilie. So können Sie nach einem Jahr realistisch bewerten, wieviel von Ihrem Einkommen übrigbleibt und welche Miethöhe Sie damit tatsächlich leisten könne, ohne sich dabei einzuschränken.

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