Kurz zusammengefasst
- Für ein Studium in der Schweiz brauchen Sie die Aufnahmebestätigung einer Schweizer Hochschule
- Studierende aus Ländern ausserhalb EU und EFTA benötigen neben der Aufenthaltsbewilligung auch ein Visum
- In der Schweiz werden durchschnittlich 1500 Franken Studiengebühren pro Semester fällig
- Die Lebenshaltungskosten sind in der Schweiz recht hoch
- Sie benötigen ausserdem eine gültige Krankenversicherung
In der Schweiz gibt es viele internationale Studierende: Die zentrale Lage in Europa, die Mehrsprachigkeit und nicht zuletzt die exzellenten Universitäten machen die Schweiz zu einem attraktiven Land, um dort ein Auslandssemester oder sogar das gesamte Studium zu absolvieren.
Welche Voraussetzungen Sie für ein Studium in der Schweiz erfüllen müssen, was es kostet und welche Versicherungen Sie dafür brauchen, erfahren Sie von uns.
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Voraussetzungen für ein Studium in der Schweiz
Die wohl wichtigste Voraussetzung, um in der Schweiz zu studieren, ist die Aufnahmebestätigung einer Schweizerischen Hochschule. Dafür muss man sich mit dem Nachweis über die eigene Hochschulreife (bei Deutschen das Abiturzeugnis) an der entsprechenden Fachhochschule oder Universität bewerben.
Für die Anerkennung eines ausländischen Zeugnisses gibt es in der Schweiz allerdings keine einheitlichen Regelungen: Jede Hochschule entscheidet selbst, welche Abschlüsse anerkannt werden. Bei manchen Fachgebieten ist es auch möglich, dass eine bestimmte Fächerkombination beim Schulabschluss verlangt wird.
Sind Sie nicht sicher, ob Ihr Abschluss anerkannt wird, können Sie sich bei der gewünschten Hochschule direkt erkundigen. In der Regel haben alle Universitäten und Fachhochschulen in der Schweiz Beratungsangebote für internationale Studierende.
Aufenthaltsbewilligung und Visum
Mit der Aufnahmebestätigung einer Schweizer Hochschule erfüllen Sie automatisch die Voraussetzungen zur Erteilung einer befristeten Aufenthaltserlaubnis – eine solche benötigen alle Nicht-Schweizerinnen und –Schweizer, die sich länger als drei Monate in der Schweiz aufhalten. Um die Aufenthaltsbewilligung zu erhalten, müssen Sie diese bei Ihrer zuständigen Gemeinde beantragen.
Stammen Sie aus einem Land, das nicht zur EU oder EFTA gehört, benötigen Sie für das Studium in der Schweiz ein Visum.
Die genauen Voraussetzungen für den Aufenthalt in der Schweiz sind immer vom jeweiligen Herkunftsland abhängig. Möchten Sie genau wissen, was Sie vorweisen müssen, um ein Studium in der Schweiz zu absolvieren, können Sie sich an die für Ihr Wohnsitzland zuständigen Schweizer Auslandsvertretung wenden.
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Das Hochschulsystem in der Schweiz
Das Hochschulsystem in der Schweiz gleicht dem in Deutschland und anderen europäischen Ländern: In den meisten Fächern können Sie ein Bachelor- oder ein Masterstudium aufnehmen. Es gibt Universitäten und Fachhochschulen sowie zwei technische Hochschulen, die offiziell zu den besten technischen Hochschulen der Welt zählen: Die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (EPFL) und die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich).
Ebenso wie in Deutschland teilt sich das Studienjahr in zwei Semester: Das Frühjahrs- und das Herbstsemester. Allerdings sind die vorlesungsfreien Zeiten anders verteilt, sodass das Frühjahrssemester bereits Ende Februar offiziell beginnt. Wer aus dem deutschen Hochschulsystem wechselt, wählt deshalb meist das Herbstsemester zum Start.
So viel kostet es, in der Schweiz zu studieren
Studieren in der Schweiz kann leider ganz schön kostspielig sein – zum einen sind die Lebenshaltungskosten in der Schweiz vergleichsweise hoch, zum anderen fallen Studiengebühren an.
Studiengebühren
Für das Studium an einer Schweizer Hochschule werden in jedem Fall Gebühren fällig. Dier Höhe ist davon abhängig, an welcher Hochschule und welches Fach man studiert. Für Studiengänge an öffentlichen Hochschulen liegen die Gebühren zwischen 400 und 2500 Franken pro Semester, an privaten Hochschulen können es auch über 6000 Franken werden. Als Durchschnittswert wird meist ein Betrag von 1500 Franken pro Semester genannt.
Eine Ausnahme bilden Kurzaufenthalte über das Programm ESMP: Für diese Auslandssemester werden an zugelassenen Hochschulen keine Studiengebühren verlangt.
Lebenshaltungskosten
Auch die Lebenshaltung in der Schweiz sollte bei der Planung nicht vernachlässigt werden. Für Wohnen und Leben sollten Studierende mit etwa 2000 Franken pro Monat rechnen – in Ballungsgebieten kann es auch teurer werden. Besonders die Kosten für Miete und Lebensmittel sind in der Schweiz im europäischen Vergleich sehr hoch. Je nach Region kann schon ein WG-Zimmer einen vierstelligen Betrag kosten. Auch Freizeitaktivitäten können ins Geld gehen: Wer nicht nur studieren, sondern auch ausgehen und etwas erleben möchte, muss dafür ebenfalls genügend Geld aufbringen.
Möchten Sie noch genauer wissen, wie sich die Kosten in der Schweiz berechnen, erfahren Sie dies in unserem Blogartikel zur Lebenshaltung in der Schweiz.
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Achtung: Nachweis der finanziellen Stabilität
Wer eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz anstrebt, ohne dort Arbeit zu haben, muss nachweisen, dass er oder sie sich selbst finanzieren kann, zum Beispiel mithilfe von Kontoauszügen. Diese Regel gilt auch für Studierende: Wieviel Vermögen Sie im Detail nachweisen müssen oder wie Sie diese Nachweise sonst erbringen können, erfahren Sie bei der zuständigen Behörde.
Wer nur einen Teil seines Studiums in der Schweiz verbringen möchte, kann dies auch im Rahmen eines Auslandssemesters tun. Zwar ist die Schweiz als Nicht-EU-Land kein direkter Teil von Erasmus+, aber immerhin als Partnerland verzeichnet und nimmt im Rahmen des Swiss-European Mobility Program (SEMP) Studierende aus anderen Ländern auf.
Diese Versicherungen brauchen Studierende in der Schweiz
Wer sich dauerhaft in der Schweiz aufhält, braucht einen gültigen Schutz für Krankheiten und Unfälle. Ausländische Studierende müssen eine Schweizer Versicherung abschliessen oder einen gültigen Schutz aus der Heimat vorweisen.
Zwar nicht verpflichtend, aber dringend empfohlen wird ausserdem eine private Haftpflichtversicherung.
Krankenversicherung für ausländische Studierende
Eine Krankenversicherung ist verpflichtend, wenn Sie sich dauerhaft in der Schweiz aufhalten. Studierende haben dafür zwei Möglichkeiten: Sie können sich in der Schweiz krankenversichern oder die Krankenversicherung aus der Heimat behalten - abhängig davon, aus welchem Land Sie kommen:
- EU/EFTA und Vereinigtes Königreich: Studierende aus diesen Ländern müssen nur die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) mitbringen und haben damit Anspruch auf medizinische Versorgung in der Schweiz. Privatversicherte müssen zunächst einen Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht stellen und nachweisen, dass die Versicherung aus der Heimat ausreichende Leistungen bietet.
- Länder ausserhalb EU/EFTA: Wer nicht aus EU oder EFTA kommt, muss ebenfalls Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht stellen und nachweisen, dass er oder sie über eine Krankenversicherung verfügt, die in der Schweiz gilt und eine angemessene Versorgung bietet. Die Befreiung kann für maximal drei Jahre gewährt und einmalig um drei Jahre verlängert werden. Nach spätestens 6 Jahren muss eine Schweizer Versicherung abgeschlossen werden.
Unterliegen Sie der Versicherungspflicht in der Schweiz, können Sie eine spezielle Krankenversicherung für ausländische Studierende abschliessen. Diese sind in der Regel günstiger als die Tarife der obligatorischen Grundversicherung. Eine Befreiung von der Versicherungspflicht müssen Sie für diese Tarife aber auch beantragen.
Unfallversicherung für ausländische Studierende
Bei der Unfallversicherung entsprechen die Regelungen der Krankenversicherung: Wer über die Krankenversicherung seiner Heimat versichert bleibt, ist über dies auch bei Unfällen abgesichert. In Schweizer Krankenversicherungen ist die Behandlung von Unfällen bei Studierenden ebenfalls eingeschlossen. Möchten Sie Ihren Unfallschutz erweitern, können Sie sich nach privaten Tarifen für Studierende erkundigen, die neben der medizinischen Versorgung auch Leistungen wie eine Haushaltshilfe oder Taggeldzahlungen übernehmen.
Private Haftpflichtversicherung
Eine private Haftpflichtversicherung ist eigentlich in jedem Land unverzichtbar. Auch wenn Sie in Ihrer Heimat bereits über eine Haftpflichtversicherung verfügen, sollten Sie in der Schweiz eine eigene Police abschliessen, denn diese sind in der Regel nur national gültig. Die Haftpflichtversicherung aus Ihrer Heimat können Sie ruhen lassen, solange Sie sich in der Schweiz aufhalten. Über die Laufzeit der Schweizer Versicherung müssen Sie sich ebenfalls keine Sorgen machen: Sobald Sie Ihr Studium beenden und die Schweiz wieder verlassen, haben Sie ein ausserordentliches Kündigungsrecht - Sie zahlen für die Versicherung also nur so lange, wie Sie sie wirklich brauchen.
Unser Fazit
Ein Studium in der Schweiz kann sich aus vielen Gründen lohnen. Wichtig ist vor allem eine gute Vorbereitung: Neben der erfolgreichen Bewerbung an einer Schweizer Hochschule sollten Sie sich frühzeitig darüber informieren, was Sie für den Umzug in die Schweiz brauchen und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.
Auch in Sachen Versicherung lohnt es sich, frühzeitig Informationen einzuholen: So haben Sie genügend Zeit, die passenden Tarife zu finden und sich bestmöglich abzusichern. Auch wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite – fordern Sie noch heute Ihr individuelles Angebot an uns starten Sie Ihr Studium in der Schweiz bestens abgesichert!
Weitere Links und Quellen zu diesem Beitrag
- www.eda.admin.ch – Einreise und Aufenthalt in der Schweiz
- www.studyinswitzerland.plus – study in switzerland
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